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Gallengries (Sludge): Vorstufe der Gallensteine

Als Gallengries oder „Biliary Sludge“ (Gallenschlamm) bezeichnet man eine Eindickung der Gallenflüssigkeit. Aus zähflüssiger Galle bilden sich winzige Mikrokristalle aus Cholesterin und Bilirubin, die als direkte Vorstufe fester Gallensteine gelten.

Wie entsteht Gallengries?

Gallengries entsteht durch ein chemisches Ungleichgewicht der Gallensaft-Bestandteile oder eine verlangsamte Entleerung der Gallenblase. Wenn die Konzentration von Cholesterin im Verhältnis zu den Gallensalzen steigt, dickt die Flüssigkeit ein.

Symptome und Beschwerden

In vielen Fällen verläuft Gallengries vollkommen beschwerdefrei und wird lediglich als Zufallsbefund festgestellt. Lagert sich der Schlamm jedoch am Boden der Gallenblase ab oder verstopft vorübergehend die feinen Ausführungsgänge, können typische Beschwerden auftreten:

Diagnostik: Wie wird Gallengries festgestellt?

Das verlässlichste Verfahren zur Diagnose von Gallengries ist die Oberbauch-Sonografie (Ultraschall). Im Ultraschallbild zeigt sich Sludge als echoarme, feinkörnige Schicht am Boden der Gallenblase, die sich bei Positionswechsel des Patienten langsam mitbewegt. Da Gallengries im Gegensatz zu festen Steinen keinen ausgeprägten Schallschatten wirft, erfordert die Beurteilung Erfahrung.

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Behandlung: Kann sich Gallengries von selbst auflösen?

Ja, im Gegensatz zu bereits verhärteten Gallensteinen ist Gallengries in sehr vielen Fällen vollständig reversibel. Wird die Ursache (z. B. eine radikale Diät oder ein Flüssigkeitsmangel) behoben, kann sich der Schlamm wieder verflüssigen und von selbst abfließen.

Empfohlene Maßnahmen zur Rückbildung:

Verlauf und Ausblick

Ohne Gegenmaßnahmen kann sich Gallengries über Monate hinweg verdichten und schließlich zu echten Gallensteinen verfestigen. Eine frühzeitige Anpassung des Lebensstils ist daher die beste Prävention gegen spätere Gallenkoliken oder Entzündungen.

Erfahren Sie auch mehr darüber, wie Gallengries bei der Ultraschall-Untersuchung der Galle dargestellt wird oder lesen Sie unseren Ratgeber zur Abgrenzung von Gallenpolypen.